Tourneen und Konzerte

Mit der SL-Serie bleibt Love im Park.

Das Open-Air-Techno-Festival Love Family Park findet seit 20 Jahren an verschiedenen Orten statt. 2018 zog die Großveranstaltung auf das Mainvorland unweit des Zentrums von Rüsselsheim. Das Gelände ist nicht weit vom Rüsselsheimer Bahnhof entfernt. Durch die Nähe zu Wohn- und Geschäftsgebieten stellte das Festival den Veranstalter Cosmopop vor beträchtliche Herausforderungen bezüglich des Lärmschutzes.

Klang an einem problematischen Ort

Cosmopop nimmt für sich in Anspruch, hochwertige Events zu veranstalten und will dabei sowohl dem Publikum ein tolles Erlebnis bieten als auch den Anwohnern Belästigungen ersparen. Anatol Fried, technischer Leiter von Cosmopop, hat vor zwei Jahren bei d&b in Backnang eine Einführung in die NoizCalc-Software mitgemacht. Beeindruckt von NoizCalc und seinem Nutzen, konnte er damit die Auswirkung der PA auf dem neuen Gelände vorhersagen. Die Ergebnisse waren wenig ermutigend, also wandte er sich ratsuchend an d&b.

Hendrik Ahrens, Market Segment Manager für Rental & Touring bei d&b, erzählt: „Anhand von Anatols Simulationen mit NoizCalc war uns klar, dass das Ganze nur mit dem kardioiden Verhalten und der hohen Direktivität der SL-Serie funktionieren kann. Mit jeder anderen PA würde es nicht funktionieren. Wir führten eine vergleichende Berechnung einer PA-Konfiguration aus der J- und V-Serie und einer GSL-Konfiguration vor Ort durch. Das Ergebnis war eindeutig. Das GSL-System machte im Stadtzentrum einen Unterschied von mehr als 10 dB aus.”

Die GSL hat die Kontrolle

Auf der Grundlage dieser Simulationen änderte Fried die Ausschreibung der Veranstaltung zugunsten der GSL , und der Verleiher TDA Rental aus Bottrop bekam den Zuschlag. Damit arbeitete TDA zum ersten Mal für Cosmopop und war auch zum ersten Mal beim Love Family Park dabei.

Verglichen mit der J-Serie, bietet die GSL mehr Headroom, größere Klarheit, Konsistenz und Direktivität.Steve Todeskino

TDA hatte Erfahrung mit der GSL, nachdem die Firma seit Ende 2017 zusammen mit d&b bei den verschiedensten Festivals und auf Tourneen Feldtests durchgeführt hatte. Steve Todeskino war Projektleiter bei TDA für den Love Family Park. Er sagt: „Die Hauptaufgabe bestand darin, den Publikumsbereich angemessen abzudecken, ohne dass eine Bühne die andere störte und ohne dass die Nachbarschaft beeinträchtigt war. Das haben wir mit der außerordentlichen Direktivitätskontrolle der SL-Serie erreicht. Verglichen mit der J-Serie, bietet die GSL mehr Headroom, größere Klarheit, Konsistenz und Direktivität.

Für ein Techno-Festival waren die Systeme nicht sonderlich groß, nur zehn GSL pro Seite und 18 SL-SUBs für die größere Tanzfläche, alles von D80 Verstärkern angesteuert. Im zweitgrößeren Bereich wurden acht GSL pro Seite von zwölf SL-SUBs ergänzt, wiederum angesteuert von D80 Verstärkern. Gleichzeitig nutzten TDA und d&b die Gelegenheit, auf den beiden kleineren Tanzflächen mit acht KSL pro Seite den kleineren Bruder der GSL zu testen.

Eine ganz spezielle Familie.

Seit ihrer Einführung hat sich die GSL mit ihrer breitbandigen horizontalen Direktivitätskontrolle bei Einsätzen weltweit beweisen können. Wie NoizCalc bestätigt hatte, war die GSL eindeutig bestens geeignet, den Klang innerhalb der Grenzen der größeren Bereiche des Love Family Park zu halten. Die beiden kleineren Bühnen des Festivals boten d&b andererseits Gelegenheit, zusätzliche Feldtests mit dem jüngsten Zuwachs der SL-Familie durchzuführen.

Der kleine Bruder der GSL – ausgeschrieben: „Großer SpeziellerLautsprecher“ – heißt natürlich KSL, „Kleiner Spezieller Lautsprecher“. Seit Mai 2018 wurden laufend Feldtests mit dem KSL-System durchgeführt, und Love Family Park war der vorletzte Durchgang, bevor das System auf den Markt kam.

GSL ist mit zwei vorderen 14"-Tieftontreibern bestückt, KSL mit zwei vorderen 10"-Tieftontreibern. Abgesehen vom Größenunterschied, weist das KSL-System genau dieselbe technische Magie auf, die der GSL ihre „speziellen“ Kräfte verleiht, und ermöglicht ein nie dagewesenes kontrolliertes Abstrahlverhalten über die gesamte Betriebsbandbreite, dabei aber in einem kleineren Format.

Die KSL, gedacht als eigenständiges System, als Fill- oder Delay-Ergänzung zu GSL, erweitert noch einmal das Potenzial der SL-Serie. Nach Todeskinos Erfahrung bei den Feldtests „lassen sich KSL und GSL in jeder Hinsicht bestens integrieren.”

Sofern man überhaupt Kritik an der Performance der SL-Serie üben kann, bezieht sie sich auf den Nebeneffekt ihrer verbesserten Kontrolle und Klangreinheit. „Die Toningenieure werden sich mancher schlechten Quellen in ihrem Mix bewusst, weil sie mit der SL-Serie auffälliger sind“, sagt Todeskino.

Keine Überraschung

Wie war denn nun die Performance der KSL beim Love Family Park? „Wie erwartet und wie von NoizCalc vorausgesagt”, so Ahrens. “Es gab keine Überraschungen.“

Nein, in der Tat keinerlei Überraschungen. Spezialisten der holländischen Firma Event Acoustics sowie die vom Veranstalter beauftragte Beraterfirma führten während des zwölf Stunden dauernden Festivals an Schlüsselstellen im Stadtzentrum Lautstärkemessungen durch.. Die Ergebnisse wurden abgeglichen, und die Felddaten zeigten, dass die Lautstärke minimal geringer war (ca. 1 dB) als die NoizCalc-Vorhersage.

Das ist ein überzeugendes Argument für die Technik der SL-Serie und eine gute Nachricht für alle Veranstalter, die sich mit dem Problem Kunst gegen Lärm herumschlagen müssen.

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